Basisdaten:
| Bezirk: | Hamburg-Mitte |
| Fläche: | 1,9 km² |
| Einwohner: | 1.351 (2006) |
| Handwerksbetriebe: | 33 (2007) * |
| Niedergelassene Ärzte: | 0 (2007) |
| Apotheken: | 0 (2007) |
Quelle: Statistikamt Nord
*zusammen mit Steinwerder
Der Kleine Grasbrook wurde bereits lange vor seiner Eingemeindung durch den Senat zum ersten Hafenerweiterungsgebiet südlich der Norderelbe bestimmt. Ab 1838 wurden Kanäle und Kaianlagen angelegt. Mit dem Südwesthafen, der als Petroleumhafen diente, wurde 1879 das erste Hafenbecken südlich der Elbe gebaut. Als wegen des Zollanschlusses Hamburgs der Freihafen Hamburg geschaffen wurde, folgten der Segelschiffhafen (1888), der Hansahafen (1893), der Indiahafen und der Oberländer Hafen (1894) als Seehäfen. Für die Hafenanlagen mussten bis 1887 die bisherigen Bewohner weichen. Sie wurden in Gebiete nördlich der Elbe umgesiedelt. Lediglich an der Harburger Chaussee gibt es heute noch vereinzelte Wohnbebauung.
Auch heute lassen sich noch einzelne Spuren der Bebauung aus dem 19. Jahrhundert finden, obwohl im Zweiten Weltkrieg die Gebäude auf dem Kleinen Grasbrook zu 90 % zerstört wurden. Wiederaufbau und Umstrukturierungen führten dazu, dass der Indiahafen und große Teile des Südwesthafens und des Segelschiffhafens zugeschüttet wurden. Auf dem Gebiet des Segelschiffhafens wurde 1978 das Frucht- und Kühl-Zentrum der HHLA in Betrieb genommen, das lange zu den modernsten Europas gehörte. Auch heute werden am O'Swaldkai noch Früchte - vor allem Bananen - gelöscht, temperiert gelagert und weiterverteilt.
In der Außenstelle des Museums der Arbeit sind historische Arbeits- und Umschlaggeräte, alte Schiffe und Dampfanlagen als auch kulturgeschichtliche Ausstellungen im Schuppen 50 (mit Kai- und Umschlaganlagen am Hansahafen), zu besichtigen. Der Schuppen wurde 1908 bis 1912 erbaut und ist heute einer der letzten Schuppen in Holzkonstruktion im Hafen.
Quellen für Text und Bild: wikipedia